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Gründerschritte
- 10 Schritte zum Geschäftsplan
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Inhalt
Baustein 1: Zusammenfassung
Baustein 2: Unternehmensziele
Baustein 3: Produkt und Dienstleistung
Baustein 4: Branche und Markt
Baustein 5: Marketing-Mix
Baustein 6: Gesellschaftsform und Betriebsorganisation
Baustein 7: Gründerperson und Management
Baustein 8: Realisierungsplanung
Baustein 9: Jahresplanungen
Baustein 10: Kapitalbedarfsplanung und Finanzierung
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| Baustein
1: Zusammenfassung |
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Baustein 1: Zusammenfassung (Executive
Summary)
Die Zusammenfassung dient dazu, das Interesse für
Ihr Vorhaben zu wecken und den Kundenwert Ihres Produkts
bzw. Ihrer Dienstleistung herauszustellen. Auf ein bis zwei
Seiten muss es Ihnen später im Geschäftsplan gelingen,
Ihr Vorhaben zu verdeutlichen. Beschreiben Sie kurz Ihre
Idee, die wesentlichen Erfolgsfaktoren, die Chancen und
Risiken sowie Ihre unternehmerischen Ziele.
Sie können die Zusammenfassung als Schaufenster Ihres
Geschäftsplans verstehen: Die Kapitalgeber gucken sich
wie bei einem Einkaufsbummel zunächst nur die Zusammenfassung
an. Finden sie keinen Gefallen daran, werden sie das "Geschäft"
nicht betreten, Ihr Geschäftsplan wird auf wenig Interesse
stoßen.
Obwohl die Zusammenfassung als erstes gelesen wird, ist
es am besten, wenn Sie sie erst ganz am Schluss schreiben.
Testen Sie die Wirkung bei Freunden, Bekannten oder Verwandten.
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Inhalt
- Beschreibung der Geschäftsidee
- Wesentliche Erfolgsfaktoren
- Wesentliche Risiken
- Ziele
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? - Fragen
- Was genau ist Ihre Geschäftsidee?
- Haben Sie Ihre Geschäftsidee in leicht verständlicher
Weise formuliert?
- Was ist das besondere an Ihrer Idee im Vergleich zu
bereits existierenden Geschäftsideen?
- Besitzen Sie ein Alleinstellungsmerkmal
- Worin besteht der eigentliche Kundennutzen
- Welchen Zielmarkt sprechen Sie an?
- Welche Marketingstrategie und -maßnahmen halten
Sie für geeignet?
- Welche Eigenschaften zeichnen Sie bzw. Ihr Team als
Gründer und Manager aus?
- Wie werden sich Umsatz und Gewinn in Ihrem Unternehmen
entwickeln?
- Wie hoch ist Ihr Finanzbedarf?
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| Baustein
2: Unternehmensziele |
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Baustein 2: Unternehmensziele
Sie sollten bei der Formulierung von Unternehmensziele
darauf achten, dass Sie realistische Zielsetzungen angeben.
Diese werden von möglichen Kapitalgebern geschätzt,
weil Sie Marktkenntnis beweisen und ein Gespür für
das "Machbare" demonstrieren. Dennoch sollten
Sie ebenfalls darauf achten, nicht zu vorsichtige Ziele
zu formulieren. Sie könnten damit in den Verdacht kommen,
selbst nicht an Ihre Idee zu glauben und kein "Feuer"
zu haben. Bei der Formulierung von mehreren Unternehmenszielen
bzw. Ober- und Unterzielen ist es wichtig, das Prinzip der
Zielharmonie zu wahren. Die Ziele sollten sich gegenseitig
unterstützen und nicht behindern oder gar widersprechen.
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Inhalt:
- Ziele
- Maßnahmen zur Erreichung der Ziele
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? - Fragen
- Was wollen Sie mit der Unternehmensgründung erreichen?
- Wo wollen Sie in einem Jahr, in drei, oder auch in fünf
Jahren stehen?
- Welche Maßnahmen müssen umgesetzt werden?
- Welche Anforderungen müssen erfüllt sein,
um die Ziele zu erreichen?
- Sind die Ziele konkret formuliert?
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| Baustein
3: Produkt und Dienstleistung |
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Baustein 3: Produkt und Dienstleistung
Wissen Sie schon genau, welches Produkt oder welche Dienstleistung
(siehe auch
GründerBuch
S. 12 ff.) Sie anbieten möchten? Auch Laien müssen
das Produkt bzw. die Dienstleistung verstehen und von den
Vorzügen Ihres Angebots überzeugt werden. Dazu
gehört, dass es Ihnen gelingt, den aktuellen Stand
Ihres Geschäftsfeldes wie zum Beispiel konkurrierende
Dienstleistungen oder vergleichbare Entwicklungen unter
Verzicht auf sehr spezifische Fachbegriffe zu erläutern.
Scheuen Sie sich nicht, auf noch nicht gelöste Probleme
hinzuweisen und stellen Sie einen Zeitplan auf.
Fragen Sie sich, ob der Kunde durch Ihre Existenzgründung
einen Nutzen erfährt, auf den er ansonsten verzichten
müsste, und überlegen Sie sich, ob Sie Kundenwerte
(siehe auch
GründerBuch
S. 13) schaffen und wenn ja, wie. Im Geschäftsplan
müssen diese Erkenntnisse von Ihnen überzeugend
und nachvollziehbar dargestellt werden. Denken Sie dabei
daran, dass Ihre Gesprächspartner wissen wollen, wie
und wo sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung produzieren
bzw. anbieten möchten, ob Sie das in dieser Form dürfen
und was das kostet.
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Inhalt:
- Produkt/Dienstleistung
- Kundenvorteil-/Nutzen
- Vergleichbare Produkte/Dienstleistungen
- Voraussetzungen für den Geschäftsbetrieb
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? - Fragen - Produkte/Dienstleistung
- Welche Produkte/Dienstleistungen/Warensortimente bieten
Sie an?
- Wie hoch ist der Anteil der einzelnen Produkte an der
Gesamttätigkeit?
- Sind Sie Spezialist (Kerngeschäft) oder Generalist?
- Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?
- Was unterscheidet Ihr Angebot von anderen Produkten
auf dem Markt?
- Kann das Produkt durch vergleichbare Erzeugnisse ersetzt
werden?
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? - Fragen - Neue Produkte
- In welchem Entwicklungsstand befindet sich das Produkt?
- Sind Folge- und Weiterentwicklungen geplant?
- Welchen Grad der Marktreife besitzt das Produkt (verfrühte
Markteinführung)?
- Weshalb haben nicht schon andere Unternehmen diese Idee
gehabt und realisiert?
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? - Fragen - Kundennutzen
- Welcher Kundennutzen liegt vor: technischer, finanzieller
Nutzen bzw. Umwelt-, Gesundheit- oder Erlebnisnutzen?
- Welche Bedeutung haben diese Eigenschaften aus Sicht
der Kunden?
- Weshalb sollen Kunden bei Ihnen kaufen, Ihre Dienstleistungen
in Anspruch nehmen?
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? - Fragen - Preise
- Welche Preisstrategie (Preisniveau) ist für Ihr
Unternehmen und die jeweiligen Produkte sinnvoll - obere,
mittlere, untere Preisausrichtung?
- Welche Kalkulation liegt Ihren Preisen zugrunde?
- Verfügen Sie über Kalkulationsunterlagen (Verbände,
Betriebsvergleichsdaten, etc. )
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? - Fragen - Fertigung
- Welche gesetzliche Formalitäten (Genehmigungen,
Zulassungen) sind zu erledigen?
- Welche technischen Zulassungen sind erforderlich?
- Wie sichern Sie die Qualität der Produkte?
- Welche Einsatzmittel wie Maschinen, Geräte und
andere Sachinvestitionen werden benötigt?
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? - Fragen - Betriebsräume zur Erstellung
der Leistung
- Wo befindet sich die Betriebsstätte?
- Welche Räumlichkeiten (Qualität und Quantität)
benötigen Sie für Ihren Betrieb?
- Ist der Mietvertrag akzeptabel: Miethöhe und -dauer,
Optionen, Vertragsgestaltung?
- Sind Einrichtungen und Ausstattungen zu übernehmen
(Preis-/Leistungsverhältnis)?
- Sind die Räumlichkeiten (auch für eine absehbare
Zeit) geeignet?
- Sind günstige Verkehrsanbindungen und Parkmöglichkeiten
vorhanden?
- Entsprechen die Geschäftsräume den behördlichen
Auflagen?
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| Baustein
4: Branche und Markt |
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Baustein 4: Markt und Branche
Viele Existenzgründer neigen dazu, die Analyse der
Branche, des Wettbewerbs und der Kunden zu unterschätzen,
weil sie selbst von ihrer Geschäftsidee restlos begeistert
sind. Darüber vergessen sie zu prüfen, ob sich
ihre Idee auch verkaufen lässt, also genügend
Marktpotenzial vorhanden ist.
Je besser Sie über Branche und Markt Bescheid wissen,
desto geringer ist die Gefahr, Schiffbruch zu erleiden.
Informationsdefizite gehören nach wie vor zu den Hauptursachen
für das Scheitern von Existenzgründern. Zunächst
müssen Sie entscheiden, welchen Markt (siehe auch
GründerBuch
S. 15) Sie überhaupt bearbeiten möchten, um dann
seine Attraktivität herausfinden zu können. Dazu
gehören eine Analyse der Wettbewerbsverhältnisse,
der wichtigsten Marktkennzahlen und des Marktlebenszyklus
(siehe auch
GründerBuch
S. 16). Daran schließen sich die Abnehmer- und die
Konkurrenzanalyse (siehe auch
GründerBuch
S. 15) an, in der Sie für sich beantworten müssen,
wen Sie zu Ihren Kunden zählen, wer Ihre Wettbewerber
oder Lieferanten sind und welche Folgen sich daraus für
Ihre Idee ergeben. Auch die Standortfrage dürfen Sie
in diesem Zusammenhang nicht außer Acht lassen. Denken
Sie daran, dass Sie im Geschäftsplan potenzielle Geldgeber
vom Erfolg Ihrer Geschäftsidee überzeugen möchten.
Gehen Sie deshalb umfassend auf die Punkte des vierten Bausteins
ein, und vergessen Sie nicht, auf mögliche Probleme
hinzuweisen. Das zeigt dem Leser, dass Sie sich intensiv
mit Ihren Erfolgsaussichten auseinander gesetzt haben.
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Inhalt:
- Branche (Absatz, Umsatz)
- Marktanteil
- Wettbewerb
- Wettbewerbsvorteile, -barrieren
- Marktanteil
- Kunden (Zielkunden/Referenzkunden)
- Lieferanten / Kooperationspartner
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? - Fragen - Markt- und Branchenanalyse
- Wie groß ist der Gesamtumsatz der Branche (kann
nicht immer ermittelt werden)?
- Verfügt der Markt über eine ausreichende Kundenanzahl?
- Wie entwickeln sich Preise, Kosten und Gewinne in der
Branche?
- Wie wird sich die Branche und die Nachfrage entwickeln?
- Wächst die Branche; wodurch wird das Wachstum bestimmt?
- Bieten vergleichbare Branchen Orientierungshilfen?
- Mit welchen Trends ist zu rechnen?
- Wie können sich evtl. Initiativen der Gesetzgebung
auf die Branche auswirken?
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? - Fragen - Absatzgebiet
- Wo befindet sich das Absatzgebiet?
- Welche organisatorischen Maßnahmen, bei Akquisition
und Logistik, sind wegen der Größe und Entfernung
des Absatzgebiets zu ergreifen?
- Wo ist das Geschäft, der Betriebssitz ansässig?
- Welche Vorteile hat der Standort?
- Über welche Nachteile verfügt er, wie können
die Nachteile ausgeglichen werden?
- Wie wird sich der Standort künftig entwickeln?
- Sind Kundenmagnete in unmittelbarer Nachbarschaft, können
Sie von diesen profitieren?
- Sind Wettbewerber in der Nähe?
- Wie bewerten Sie die Parkplatzsituation und Erreichbarkeit
mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
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? - Fragen - Wettbewerber
- Wer sind die Konkurrenten?
- Wie stark ist die Konkurrenz?
- Welche Besonderheiten bieten Ihre Wettbewerber?
- Welche Preise verlangen Sie, welche die Konkurrenz (auch
Zahlungskonditionen)?
- Welche Gefahr geht von Großfilialisten und anderen
aus?
- Wie könnte die Konkurrenz auf Ihre Gründung
reagieren; was setzen Sie dagegen?
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? - Fragen - Kunden
- Welchen Kundengruppen bieten Sie Ihr Produkt an:
- Privatpersonen: Altersgruppe, Geschlecht, Gesellschaftsschicht,
Einkommen, etc.
- Gewerbekunden: Branchen, Umsatzgruppe, Mitarbeiteranzahl
- Öffentliche Auftraggeber: Tätigkeitsfeld,
Auftragsvolumen (Haushaltsjahr)
- Groß- und Hauptkunden: Marktstellung, Umsatzanteil
und -quote?
- Besteht ein kurzfristiger/langfristiger Bedarf?
- Von wem erhält bisher die Kundschaft das Produkt?
- Wenn Sie bereits über Kundenkontakte verfügen,
wie konkret sind diese und welche Umsatzhöhe ist
damit verbunden?
- Wie solide sind die Auftraggeber: Image, Zahlungsmoral,
Zustand des Unternehmens etc.?
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? - Fragen - Lieferanten/Kooperationspartner
- Wer sind Ihre Lieferanten?
- Wer sind Ihre Kooperationspartner?
- Wie sind die Leistungsfähigkeit und finanziellen
Konditionen, zum Beispiel:
- Qualität, Lieferbedingungen, Preis, Zahlungsmodalitäten,
Service?
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| Baustein
5: Marketing-Mix |
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Baustein 5: Marketing-Mix
Marketing (siehe auch
GründerBuch
S. 18ff) ist ein Muss für jeden Existenzgründer.
Bevor Sie sich aber irgendeine Strategie zurechtlegen, klären
Sie für sich, wohin Ihr Unternehmen steuern soll: Legen
Sie zunächst die Ziele Ihres Unternehmens fest. Dann
können Sie sich Gedanken zu Ihrer Markteintrittsstrategie
machen: Überlegen Sie, wann Sie in den Markt eintreten,
wie Sie sich gegenüber der Konkurrenz verhalten und
wie Sie den Marktzugang gestalten möchten.
Erst danach können Sie die Markteintrittsstrategie
umsetzen, indem Sie sich für oder gegen ein bestimmtes
Vertriebskonzept, spezielle Werbemaßnahmen oder eine
ausgewählte Form der Öffentlichkeitsarbeit, mögliche
Verkaufspreise sowie interessante Liefer- und Zahlungsbedingungen
entscheiden. Außerdem müssen Sie Ihr Produkt
oder Ihre Dienstleistung am Markt positionieren: Zum einen
ist der Kundennutzen genau zu definieren, zum anderen Ihr
Angebot von dem der Wettbewerber abzugrenzen (siehe auch
Baustein 4 Branche/Markt)
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Inhalt:
- Markteintritt
- Vertrieb
- Preispolitik
- Werbung
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? - Fragen
- Welche Vertriebspartner werden Sie nutzen?
- Welche Kosten entstehen durch den Vertrieb?
- Welches ist der passende Vertrieb für Ihr Produkt/Ihre
Dienstleistung?
- In welcher Vertriebsform setzen Sie Ihre Produkte ab?
- Wie und als was wollen Sie vom Kunden wahrgenommen werden
?
- Welche Zusatzleistungen planen Sie zu Ihrem Produkt?
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| Baustein
6: Gesellschaftsform und Betriebsorganisation |
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Baustein 6: Gesellschaftsform und Betriebsorganisation
An dieser Stelle stehen Überlegungen zu der Rechtsform
des Unternehmens und Ihrer Führungsmannschaft an. Machen
Sie sich Gedanken darüber, ob Sie alleine oder in einem
Team gründen möchten und wie die Gesellschafterstruktur
gegebenenfalls aussehen soll. Wenn Sie den Geschäftsplan
schreiben, reicht es nicht aus, nur die Unternehmensform
darzustellen. Der Leser muss auch nachvollziehen können,
warum Sie sich für diese Form entschieden haben. Neben
der Rechtsform (siehe auch
GründerBuch
S. 50ff.) beschreiben Sie auch den internen Organisationsaufbau.
Wer ist wem unterstellt. Den internen Organisationsaufbau
(siehe auch
GründerBuch
S. 17) können Sie auch durch Verwendung eines Organigramms
darstellen.
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Inhalt
- Rechtsform
- Namenswahl
- Gesellschaftsstruktur
- Organisation
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? - Fragen - Rechtsform
- Gründen Sie das Unternehmen allein oder mit Partnern?
- Wie sind die Beteiligungsverhältnisse?
- Soll sich die Haftung auf das persönliche Vermögen
erstrecken?
- Sind in Ihrer Branche bestimmte Rechtsformen üblich?
- Für welche Rechtsform entscheiden Sie sich und
aus welchen Gründen?
- Welchen Namen soll Ihr Unternehmen tragen?
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? - Fragen - Betriebsorganisation
- Wie sehen die Organisationsstrukturen aus?
- Wer soll welche Unternehmensbereiche leiten?
- Ist ein reibungsloser Betriebsablauf gewährleistet
(Vertretungsregelung)?
- Wie werden einzelne Positionen qualitativ und quantitativ
besetzt?
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| Baustein
7: Gründerperson und Management |
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Baustein 7: Gründerperson und Management
Der Erfolg Ihres Unternehmens hängt ganz wesentlich
von Ihnen und Ihrem Team ab. Fehlen Ihnen bzw. Ihrem Team
die notwendigen fachlichen (Qualifikationen, Branchenerfahrung)
oder persönlichen Voraussetzungen (zum Beispiel Selbstvertrauen,
Motivationstalent, Kreativität, Zielstrebigkeit) können
unerwartete Schwierigkeiten auf Sie zukommen (siehe auch
GründerBuch
S. 9). Oft scheitern junge Unternehmen auch daran, dass
ihnen persönliche Lebensumstände (zum Beispiel
familiäre Widerstände/Probleme) einen Strich durch
die Rechnung machen.
Sofern Sie Ihr Glück nicht als Einzelkämpfer
versuchen wollen, sind zudem die Aufgaben und Verantwortlichkeiten
klar und möglichst eindeutig auf die verschiedenen
Mitarbeiter zu verteilen.
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Inhalt:
- Fachliche Qualifikation (Schule,Ausbildung, Berufserfahrung)
- Branchenkenntnis
- Kaufmännisches Know-How
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? - Fragen
- Werden die vorgeschriebenen rechtlichen Voraussetzungen
erfüllt?
- Besitzen Sie die fachliche Qualifikation und Branchenkenntnisse?
- Ist das benötigte kaufmännische Wissen vorhanden?
- Verfügen Sie über die persönliche Eignung
zum Unternehmer?
- Befürwortet Ihre Familie die Idee zur beruflichen
Selbstständigkeit?
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| Baustein
8: Realisierungsplanung |
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Baustein 8: Realisierungsplan
In diesem Kapitel beschreiben Sie die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee.
Nachdem Sie in den vorigen Kapitel dem Leser inhaltlich
beschrieben haben, welche Aufgaben erledigt werden müssen,
zeigen Sie ihm jetzt auf, zu welchem Zeitpunkt (Meilensteine)
dies geschehen soll. Legen Sie zuerst den Planungszeitraum
fest, zum Beispiel drei oder fünf Jahre. Überlegen
Sie anschließend welche Bausteine Sie für Ihre
Existenzgründung benötigen. Abschließend
kalkulieren Sie noch den erforderlichen Zeitbedarf. Die
Auswirkungen von Chancen und Risiken, die während der
Umsetzung Ihrer Geschäftsidee auftreten können
sind dabei ebenso zu berücksichtigen.
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Inhalt
- Meilensteine
- Chancen und Risiken
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? - Fragen - Meilensteine
- Sind alle Bausteine/Ziele definiert?
- Stehen sie in einem richtigen Zeitablauf?
- Enthalten die Bausteine konkrete Aktivitäten?
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? - Fragen - Chancen und Risiken
- Welche grundlegenden Chancen und Risiken bestehen (Technologie,
Gesetzesänderungen, Verhalten der Kunden und Wettbewerber)?
- Wie wahrscheinlich ist das Eintreten besonders von negativen
Ereignissen?
- Welche Auswirkung hat der "Schadensfall" auf
Zeitplan, Realisierung, Vermögensverhältnisse,
Umsatz, Gewinn, etc.?
- Wie könnte der günstigste (Best Case) und
ungünstigste Fall (Worst Case) aussehen?
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| Baustein
9: Jahresplanungen |
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Baustein 9: Jahresplanungen
Zur Sicherung Ihrer unternehmerischen Zukunft gehört
selbstverständlich auch, dass Sie planen, wann welche
Kosten bzw. Ausgaben auf Sie zukommen. Zumindest für
die ersten drei Jahre ist ein konkreter, unterschiedlich
stark detaillierter finanzieller Rahmen abzustecken. Noch
besser ist es, wenn Sie sogar die ersten fünf Jahre
(unterschiedlich detailliert) in Ihrem Geschäftsplan
berücksichtigen.
Kosten fallen sowohl für Investitionen (Gebäude,
Maschinen, Fahrzeuge, Computer, Büroausstattung, usw.)
als auch für eventuell benötigtes Personal an.
Gerade die laufenden Kosten, zum Beispiel für Ihre
Angestellten, werden oft unterschätzt. Berücksichtigen
Sie bei den Planungen, dass anfänglich die Einnahmen
meistens geringer als die Ausgaben sind, und verschieben
Sie zu Beginn nicht unbedingt notwendige Investitionen,
bis sich Ihr Unternehmen ein bisschen gefestigt hat. Beim
Personal sollten Sie nicht an der Qualität sparen,
sondern auf die notwendigen Qualifikationen achten.
Sie müssen abschätzen, ob sich Ihr Vorhaben finanziell
lohnt - ob die Einnahmen die Ausgaben langfristig übertreffen
(Rentabilität) (siehe auch
GründerBuch
S. 22)- und sicherstellen, dass Sie jederzeit alle anfallenden
Kosten bezahlen können (Liquidität) (siehe auch
GründerBuch
S. 26).
Bedenken Sie, dass Ihre Kunden nicht immer direkt und manchmal
gar nicht zahlen werden und gehen Sie bei der Kalkulation
der Einnahmen und Ausgaben nicht zu optimistisch vor. Rechnen
Sie stets mit Sicherheitsreserven in ihrem Liquiditätsplan.
Steuerlichen Effekten kann in diesem Zusammenhang große
Bedeutung zukommen.
Im Tool "Finanzplanung für Existenzgründer"
finden Sie eine Rentabilitätsvorschau und eine Liquiditätsplanung.
Das Tool im Excel-Format, 150 KB finden Sie
hier.
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Inhalt:
- Rentabilitätsvorschau
- Liquiditätsplanung
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Hinweis:
Es gibt viele Möglichkeiten, das Zahlenwerk zu präsentieren.
Zu Ihrer Erleichterung finden Sie im Modul "Finanzplanung
für Existenzgründer" eine Rentabilitätsvorschau,
eine Liquiditätsplanung sowie einen Kapitalbedarfsplan.
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| Baustein
10: Kapitalbedarfsplanung und Finanzierung |
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Baustein 10: Kapitalbedarfsplanung und Finanzierung
Im zehnten und letzten Baustein ist zu klären, wie
Sie Ihr Vorhaben finanzieren (Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan).
Grundsätzlich kann Ihr Finanzierungsbedarf aus eigenen
oder fremden Mitteln gedeckt werden. Zu den eigenen Mitteln
(Eigenkapital) zählen Ersparnisse, private Leihgaben,
Sacheinlagen (zum Beispiel Auto, Computer,...) oder Eigenleistungen,
aber auch Beteiligungen von Kapitalgebern (zum Beispiel
stille Gesellschafter, Venture Capital).
Auf fremde Mittel (Fremdkapital), beispielsweise Kredite,
müssen Sie zurückgreifen, wenn Ihr Eigenkapital
nicht ausreicht, um Ihren Kapitalbedarf zu decken. Das wird
so gut wie immer der Fall sein und ist nicht weiter schlimm.
Vermeiden Sie jedoch, sich unnötig (hoch) zu verschulden,
und nutzen Sie in jedem Fall die zur Verfügung stehenden
Fördermöglichkeiten(siehe auch
GründerBuch
S. 41ff.). Fragen Sie diesbezüglich die Berater in
der GründerRegion Aachen (siehe auch Beraterverzeichnis:
GründerKontakte)
Im Tool "Finanzplanung für Existenzgründer"
finden Sie einen Kapitalbedarfsplan. Das Tool im Excel-Format,
150 KB finden Sie
hier.
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Inhalt:
- Kapitalbedarfsplan
- Eigenkapital
- Fremdkapital
- Förderungen
- Darlehen
- Sicherheiten
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Anhang
Bei der Beschreibung der Bausteine müssen Sie sich
kurz fassen. Nicht alle Informationen haben hier Platz.
Alles was Ihnen wichtig ist, jedoch nur als inhaltliche
Ergänzung der Bausteine dient - beispielsweise Gutachten,
Marktanalysen, Patente, Angebote für Waren oder Anlagen,
Vertragsentwürfe oder Testate -, können Sie im
Anhang unterbringen. Beschränken Sie sich auch hier
auf die wirklich notwendigen Dinge und achten Sie auf Übersichtlichkeit.
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