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AC² - GRÜNDUNG, WACHSTUM, INNOVATION zeichnet spannende Existenzgründungsprojekte und wachstumsstarke Unternehmen aus

03.06.2016 14:11

Insgesamt 169 Gründungsprojekte und 38 bestehende Unternehmen mit Wachstumsperspektive haben im Rahmen der Geschäftsplanwettbewerbe AC² - GRÜNDUNG, WACHSTUM, INNOVATION 2015/16 ihre Geschäftsideen und Wachstumsstrategien entwickelt. Die jeweils drei Erfolg versprechendsten Konzepte wurden am 2. Juni im Rathaus Aachen in einer gemeinsamen Prämierungsfeier mit dem AC²-Innovationspreis Region Aachen ausgezeichnet.

 

AC² – der Gründungswettbewerb

Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis ging an die oculavis GmbH aus Aachen mit den Gründern Dr. Markus Große Böckmann, Martin Plutz und Philipp Siebenkotten. Die Internet-of-things Softwareplattform oculavis ermöglicht eine bessere Einbindung des Menschen in komplexe Informationsprozesse bei Produktion, Qualitätssicherung und Service. Mit Hilfe innovativer Softwaremodule für verschiedene Anwendungsfälle verbindet sie den Menschen über tragbare Geräte wie Datenbrillen, smarte Handschuhe und Tablets mit Maschinen und Werkstücken. So können zum Beispiel Montagevorgänge und Qualitätsprüfungen schneller durchgeführt oder neue Mitarbeiter schneller angelernt werden. Mit dem Einsatz von oculavis soll sich die Mitarbeiterproduktivität um bis zu 30 Prozent steigern lassen. Die oculavis GmbH wurde im Mai 2016 als Spin-off aus dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie IPT Aachen gegründet und wird derzeit durch ein EXIST-Gründerstipendium gefördert.
 

Den zweiten Preis und 7.500 Euro erhielt das Aachener Team Cloudprinting mit Achim Thomas Burtscheidt, Michel Dang und Anja Rother. Mit der Unterstützung ihres AC²-Mentors Sebastian Schwiering, ABEDIN & SCHWIERING Rechtsanwälte, Aachen haben sie ihre Gründungsidee, die Digitalisierung aller vorbereitenden Wertschöpfungsschritte des 3D-Drucks zu einem tragfähigen Businessplan ausgearbeitet. Die Baujobvorbereitung ist ein wichtiger Prozessschritt in der Wertschöpfungskette des 3D-Drucks, der entscheidend für Qualität und Fertigungskosten ist. Die Vorteile des 3D-Drucks können vor allem dann vollumfänglich genutzt werden, wenn die Prozesse zur Abstimmung zwischen Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Vertrieb und Kunde optimiert sind. Cloudprinting macht es sich daher zur Aufgabe, die Digitalisierung dieser Prozesse umzusetzen und dies in einem „as-a-service-Modell“ anzubieten. Die Technologie wird somit für eine breite Masse zugänglich gemacht: Produktdesigner, Architekten, Künstler, Hobby-Bastler, Modellbauer und alle Technikbegeisterten profitieren von den Vorteilen des 3D-Drucks.

 

Der dritte Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an das StartUp Laserkatze GbR Jan Henric Stönner & Sophy Stönner aus Aachen. Mit der Lasercut-Manufaktur Laserkatze GbR haben die beiden Gründer und Geschwister Sophy und Jan Henric Stönner einen Laserschneider in den Designkontext gerückt. In der Manufaktur der beiden profitieren die Kunden durch die Kombination von Design- und Material-Know-how mit der Fertigung durch einen Laserschneider vor Ort. Privatkunden finden bei Laserkatze einzigartige Design-, Geschenk- und Dekoartikel sowie die Möglichkeit, Produkte mit dem Laser zu individualisieren. Firmenkunden bietet Laserkatze unter anderem das Design und die Produktion von Premium-Werbegeschenken an. Zusätzlich realisiert das Unternehmen Sonderaufträge wie Designprototypen, Zuschnitte von Architekturmodellen oder Aufträge für den Messebau. Das Unternehmen wurde im Februar 2015 gegründet. Der betreuende AC²-Mentor war Stephan Schüren, Unternehmensberatung Schüren, Erkelenz.

 

AC² – die Wachstumsinitiative

Der erste Preis und 5.000 Euro gingen an die Laix Technologies UG (haftungsbeschränkt) aus Langerwehe. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Laborgeräten. Ziel ist es, die Laborprozesse für den Kunden schneller, zuverlässiger und weniger personalintensiv zu gestalten. Das Produktportfolio umfasst zwei Bereiche, einerseits Geräte zur Automatisierung von Analysen in der Fettindustrie, andererseits Apparaturen zum Rühren, Heizen und Kühlen für die chemische Industrie. Durch den Kauf eines Softwarepaketes soll das Unternehmen weiter wachsen. Damit sollen zusätzliche Zielgruppen erschlossen werden. Parallel dazu wird ein internationales Vertriebs- und Servicenetz aufgebaut. Durch die Erweiterungen ist ein Umzug in neue Räumlichkeiten vonnöten, der für Ende des Jahres geplant ist. Die Mitarbeiterzahl soll bis 2019 von fünf auf neun Mitarbeiter gesteigert werden. Das Unternehmen wurde bei der Entwicklung des Wachstumsplanes von AC²-Berater Karl H. Jaquemot, Betriebsberatung Jaquemot, Aachen unterstützt.

 

Gewinner des zweiten Preises in Höhe von 2.500 Euro ist die Aachener ambiHome GmbH. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Soft- und Hardware für die intelligente Haus- und Gebäudeautomation. ambiHome bietet eine preiswerte Smart-Home-Gesamtlösung für die Steuerung von Beleuchtung, Verschattung, Heizung und mehr. Das System basiert auf dem standardisierten KNX-Bus. Mit dem hauseigenen Online-Planungsprogramm wählen Kunden individuell im Planungsgespräch mit ihrem Elektriker vor Ort aus, welche Funktionen genutzt werden sollen. Der Elektriker erhält dann automatisch die für das Projekt notwendigen und bereits programmierten Systemkomponenten  mit einer detaillierten Installationsanleitung im Komplettpaket. Mit dem ambiHome-Mutimodul will das Unternehmen sein Portfolio erweitern. Dies sind drei verschiedene Grundpakete mit zunächst standardisierten Funktionen, einsetzbar für größere Bauprojekte. Diese sollen als  Grundausstattung in den Wohneinheiten eines Bauprojektes eingeplant werden. Adressat der Vertriebsstrategie sind die Fertighausindustrie und Projektentwickler. Zehn neue Beschäftigungsverhältnisse sollen bis 2019 damit geschaffen werden. Betreuer im Rahmen der Wachstumsinitiative war Dr. Markus Selders, SELDERS Werbeagentur, Aachen.

 

Mit dem dritten Preis und 1.000 Euro wurde die ENGIRO GmbH aus Aachen ausgezeichnet. Spezialgebiet des Unternehmens sind sogenannte Range-Extender zur Reichweitenverlängerung elektrisch betriebener Fahrzeuge. Die ENGIRO GmbH entwickelt und baut hierfür hocheffiziente und kompakte Elektro-Antriebe und Generatoren bis 200 kW. In den letzten zwei Jahren wurden zusätzlich zur E-Motoren-Kompetenz die gesamte System-Kompetenz mit Verbrennungsmotor, Einspritzanlage, Regelung, Leistungselektronik und Steuerung sowie die Batterieintegration erarbeitet. In Zukunft will sich das Unternehmen auf zwei Geschäftsfelder fokussieren. In kleinem Rahmen sollen weiterhin Forschungs- und Entwicklungsprojekte bearbeitet werden. Als zukünftiges Hauptgeschäftsfeld ist die Kleinserienproduktion von Antriebseinheiten und modularen Range-Extender-Systemen mit 40 kW-Hochleistungs-E-Maschinen für den Einsatz in Bussen,  Nutzfahrzeugen, Booten und Blockheizkraftwerken. Das Unternehmen soll bis 2019 von heute sechs auf dann elf Mitarbeiter wachsen. AC²-Berater war Rolf Geisen, Alabon Business Development GmbH, Aachen.

 

Weitere Informationen zu den Gewinnern, den weiteren Nominierten und den Wettbewerbsformaten gibt es bei der GründerRegion Aachen, Theaterstr. 6 – 10, 52062 Aachen, 0241 4460-350, info@ac-quadrat.de, www.gruenderregion.de.

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